Curriculare Integration

Integration von Online-Modulen in die curricularen Rahmenbedingungen

In Deutschland fällt die Bildung in die Zuständigkeit der sechzehn Bundesländer. Daher gibt es in all diesen Bundesländern unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen. Darüber hinaus müssen an den teilnehmenden Hochschulen zunächst E-Learning-Kurse curricular integriert werden, welche von anderen Hochschulen im HiGHmed-Konsortium angeboten werden.

Obwohl digitale Lehr- und Ausbildungsformate bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten eingeführt wurden und viele experimentelle Blended-Learning-Ansätze international ausprobiert wurden, lassen die regulatorischen Vorgaben der Bundesländer solche Formate häufig nicht zu und es gibt keine einheitlichen Regelungen für verschiedene Hochschulen oder Bundesländer. Es gibt fast keine gemeinsame Regelung. Dies reduziert die Nachhaltigkeit von Online-E-Learning-Modulen. Ziel dieser HiGHmed-Arbeitsgruppe ist es, die Anerkennung von HiGHmed-Online-Lehrmodulen mit Leistungspunkten in den Curricula der beteiligten Universitäten und Fachhochschulen sicherzustellen. Darüber hinaus muss eine Lösung gefunden werden, um Module von Hochschulen in der Lehre anderer Hochschulen zu nutzen.

Der HiGHmed-Lehransatz muss sich diesen Fragen stellen, wenn er eine wachsende und finanziell tragfähige Infrastruktur in Deutschland werden soll, die sich mit dem digitalen Wandel in der Medizin, der prädiktiven Gesundheitsversorgung und der (bio-)medizinischen Forschung befasst. Darüber hinaus muss ein Konzept entwickelt werden, um die HiGHmed E-Learning-Module zu einem einheitlichen HiGHmed E-Learning-Programm zu bündeln, das schließlich zum HiGHmed-Zertifikat führt.

Daher setzt sich die Arbeitsgruppe Curricular Integration aus Vertretern von Partnern aus unterschiedlichen Bundesländern und Arten von Bildungssystemen (Universitäten sowie Fachhochschulen) zusammen. Diese Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit 2018 aufgenommen und wird ihre Hauptaktivitäten 2019 und 2020 fortsetzen, wenn die Nachhaltigkeit des HiGHmed-Programms stabilisiert wird. Da die oben genannte regulatorische Komplexität auch von anderen Organisationen in Deutschland angesprochen wird, muss diese Arbeitsgruppe geeignete Verbündete in diesem komplexen Bereich identifizieren.

Team (alph.): Prof. Dr. Thomas M. Deserno, Prof. Dr. Martin Dugas, Prof. Dr. Peter Heuschmann und Prof. Dr. Petra Knaup